Agile Tools & Methoden unterstützen die Resilienz und Adaptionsfähigkeit von Systemen

Agile Tools und Methoden

Was sind agile Tools und Methoden?

  • Agile Tools und Methoden fördern den persönlichen und kooperativen Umgang in einem (hoch) komplexen bis chaotischen Umfeld (emergend practice/ novel practice). Sie ergänzen somit Standardverfahren, mit denen einfache und komplizierte Prozesse abgebildet und gestaltet werden (best practice und good practice)
  • Sie unterstützen die Zusammenarbeit von Teams im Umgang mit Krisen, Herausforderungen und Unvorhergesehenen Ereignissen, wobei die Zusammenarbeit unter nur kurzfristig oder gar nicht planbaren Rahmenbedingungen erfolgen muss.
  • Agile Tools und Methoden schaffen Orientierung: Sie sind in der Lage Anwendern zum einen ausreichende Sicherheit, Struktur und Form zu bieten und gewährleisten andererseits ein Maximum an Beweglichkeit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.
  • Sie dienen zudem der Potentialentfaltung eines Systems, der Steigerung von Autonomie, fördern die Kreativität und Innovationskraft eines Systems.

Zu den heute bekannten agilen Methoden und Ansätzen zählen u.a.: Kanban, Scrum, Design Thinking, Effectuation, Holocracy u.v.m. Diese Methoden kommen aus verschiedenen Bereichen, wie z.B. der Produktion, der Produkt-, Dienstleistungs- oder Softwareentwicklung.

Alte, wie auch neue agile Ansätze beschäftigen sich mit der Frage, wie zeitgemäße Business- und Führungsmodelle aussehen und sie haben in der Regel einen langen Entwicklungsweg hinter sich. Die meisten agilen Ansätze sind nicht neu – jedoch erlangen sie für unsere Gesellschaft heute eine neue Bedeutung und Sichtbarkeit.

Eigene Entwicklungen

Applied Improvisation Framework

Ausgehend von der Frage, wie sich die Prinzipen der erfolgreichen Zusammenarbeit von Improvisations-Theater-Ensembles für den Einsatz im Trainings-, Beratungs- und Wirtschaftskontext nutzbar machen lassen, habe ich aus meinen Erfahrungen als professionelle Improvisationsschauspielerin und Lehrtrainerin zwischen 1990 und 2010 das Applied Improvisation Framework abgeleitet. Herzstück des Frameworks sind 42 Applied Improv-Werte und Prinzipien, welche auf die fünf Bereiche „Inner Work“, „Selbst-Führung“, „Gesprachsführung“, „Teamarbeit“ und „Kulturentwicklung“ einzahlen.

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Resilienz-Zirkel-Training nach dem Bambus-Prinzip®

Das Resilienz-Zirkel-Training (RZT) nach dem Bambus-Prinzip® bietet Klienten, wie auch Beratern, Trainern und Coaches einen integrativen und konsequent systemischen Ansatz zur persönlichen und organisationalen Resilienzförderung, auf dem aktuellen Stand der interdisziplinären Resilienzforschung. Das Trainings-Programm integriert aktuelle Erkenntnisse der modernen Neurobiologie, Embodiment-, Trauma- und Faszienforschung. Bei den Übungen des integrativen Resilienz-Zirkel-Training® nach dem Bambus-Prinzip® können sich Systeme von den erstarrten Reaktionsmustern zu lösen und Ihr Handlungsspektrum Schritt für Schritt erweiter.

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Hintergrund

Seit Beginn der 1990 Jahre beschäftige ich mich mit der Entwicklung agiler Coaching-Methoden und Trainingsansätze. Inspiriert wurde ich dabei zum einen von der Angewandten Improvisation, von systemischen Denk- und Coachingschulen, dem NLP sowie verschiedenen körperorientierten Ansätzen und dem Embodiment. Zu meinen Entwicklungen gehören:

  • Das Balance-Acting-System® (basy)
  • Das Applied Improvisation Framework©
  • Das Resilienz-Zirkel-Training nach dem Bambus-Prinzip®

Heute arbeite ich im Coaching mit einer ausgewogenen Kombination aus selbst entwickelten Methoden und (agilen) Ansätzen, die ich im Verlauf meiner Ausbildung gelernt und in meine eigene Arbeit integriert habe. Zu diesen Gehören:

  • Das SIZE Prozess® Persönlichkeitsmodell vom Inneren Parlament
  • bodybliss® Körpertraining von Divo Müller
  • Ansätze aus der körperorientierten Traumaarbeit SE® Somatic Experience
  • Ansätze aus dem systemischen Coaching und NLP
  • Ansätze aus der Angewandten Improvisation, dem Schauspiel und Körpertraining

Was alle agilen Methoden und Ansätze verbindet ist ein sogenanntes agiles Mindset. Hinter diesem stehen Werte und Prinzipien, die es Unternehmen, Teams und Mitarbeitern heute ermöglichen sollen mit den Herausforderungen einer sich schnell verändernden, und digitalisierten Arbeitswelt besser klar zu kommen. Agilität ist kein Hype, der morgen wieder vorbei sein wird.

Agilität ist, ebenso wie Resilienz eine zentrale Qualität und Kernkompetenz, die jedem lebendigen Organismus innewohnt. Agil zu sein bedeutet nichts anderes als beweglich und gewandt zu sein. Sie ist eine natürlich Eigenschaft ohne die Resilienz, Anpassung und Entwicklung nicht möglich ist. Wir müssen agil zu sein nicht extra lernen. Wir müssen aber Systeme und Strukturen schaffen, in denen Agilität wie auch Resilienz erwünscht und ermöglicht werden.